„Jeder Zentimeter programmatisch erreichbar“

Über UZE Mobility können Unternehmen Werbebotschaften auf rund 27.000 Displays ausspielen. Kürzlich hat die Plattform den Anbieter Taxi-Ad übernommen, wodurch das Portfolio an mobilen Werbedisplays noch einmal erweitert wurde. Ein Gespräch mit Alexander Jablovski, Gründer und CEO von UZE Mobility, über die Vorteile der Fusion, weitere Expansionspläne und Trends im Markt.

Herr Jablovski, Sie haben im Mai die Übernahme von Taxi-Ad durch Ihr Unternehmen bekanntgegeben. Das kam ein wenig überraschend. Immerhin hatte Taxi-Ad kurz zuvor auf unserem Blog noch über eigene Expansionspläne gesprochen.

Alexander N. Jablovski: Dass es überraschend war, freut mich. Denn das bedeutet, dass alle internen Verhandlungspartner dichtgehalten haben. Wir sehen uns beide als unabhängige denkende Unternehmen und haben tatsächlich schon länger miteinander gearbeitet. Vor allem wir Gründer haben uns von Anfang an verstanden und gesehen, dass wir in vielen Bereichen Synergien mitbringen. Das hat uns dann auf die Idee gebracht, unsere Kräfte zu bündeln und der programmatische Anbieter für lokale und mobile DOOH Media zu werden. And here we go!

Was hat denn UZE Mobility an dem Portfolio von Taxi-Ad so fasziniert?

Jablovski: Fasziniert bin ich grundsätzlich nicht so schnell. Es war eher die Ergänzung unseres Setups mit der Komponente von digitalen Dachsystemen auf Taxen. Speziell die Mindsets der Gründer passen gut und wir haben das zu einer gemeinsamen Mission gemacht. So bieten wir die programmatische Plattform, um im Sekundentakt mit den Displays zu kommunizieren; und Dachsysteme von Taxi-Ad integrieren sich wunderbar in das Technologieportfolio neben Systemen für LKWs, LCWs und Cargo Bikes. Denn Ziel ist es, jeden Zentimeter programmatisch erreichbar zu machen, um ein ganzheitliches Informationssystem zu gestalten.

Welche Pläne haben Sie jetzt? In welchen Gebieten werden Sie expandieren?

Jablovski: An der grundsätzlichen Taxi-Ad-Skalierung, dass wir noch dieses Jahr in NRW starten, ab 2022 bundesweit agieren und parallel mit dem digitalen Marktplatz im europäischen Ausland und den USA skalieren, hat sich nichts geändert. Die Integration von Taxi-Ad ist Teil unserer Strategie, das Tempo und die Internationalisierung voranzutreiben. Hochspannend an unserem ganzheitlichen Ansatz ist, dass wir damit schnell skalieren können und weiterhin über Vertriebspartner im In- und Ausland unser Produkt regional vermarkten können.

Entwickeln Sie Ihr Unternehmen auch technologisch weiter?

Jablovski: Natürlich, denn wir wollen einen starken Mehrwert für Städte und deren Smart City Approach realisieren. Wir machen beispielsweise gerade erfolgreich einen ersten Test mit dem größten Mobilfunkanbieter Deutschlands zur mobilen Verkehrslageerfassung durch hyperlokale Umfelddaten in Echtzeit. Das kann für nachhaltig agierende Kommunen eine preisgünstige Möglichkeit sein, ihr Verkehrsmanagement umweltsensitiv auszurichten.

Eigentlich geht es Ihnen ja um Taxi-Ad Digital. Gibt es auch Pläne, die analogen Werbemöglichkeiten von Taxi-Ad zu integrieren?

Jablovski: Die Story ist Taxi-Ad Digital. Nichtsdestotrotz haben die analogen Werbemöglichkeiten auf und in den Taxen weiter ihre Berechtigung und wir bieten sie weiterhin an; ebenso wie die analogen Ambient-Medien über die Taxi-Ad-Tochter „Bewegende Werbung“. Es kann für einen anderen Kunden auch attraktiv sein, die analoge Präsenz von Seitentürwerbung zu nutzen. Wir arbeiten aktuell daran, die analoge Werbeform an Fahrzeugen auf dem digitalen Marktplatze sichtbar und messbar zu machen. Wir gehen in die Zukunft und nehmen alle Kunden dabei mit.

Bleibt Taxi-Ad als eigenständige Marke erhalten?

Jablovski: Die Gründer von Taxi-Ad – übrigens beide jetzt Vollblut UZER – haben diese Marke über Jahre aufgebaut und nach vorne gebracht – wie könnten wir eine solche Marke nicht erhalten? Mit der Taxi-Ad-Marke bündeln wir alle Themen rund um das mobile Taxigewerbe und die Skalierung der digitalen Technologie auf Taxis. Ich sehe Taxi-Ad als Marke des UZE Ecosystems und eine wichtige Komponente, um speziell dieses Gewerbe zu pushen.

UZE Mobility ist Marktführer im Bereich der mobilen Werbedisplays. Wie entwicklungsfähig ist dieser Markt noch? 

Jablovski: Die ganze Thematik Mobile Display Ads steckt gerade noch in den Kinderschuhen. Es entwickelt sich ein komplett neuer Markt, der sich nicht nur mit dem Ausspielen von Werbebotschaften beschäftigt, sondern auch mit einem Informationssystem, das jeden Zentimeter der Stadt und vor allem Urban Areas erreichen kann. Das ist auch eine wichtige Komponente für den Smart Cities-Ansatz. Natürlich sind fixe Displays hochattraktiv, zum Beispiel Downtown in Shopping Malls und Fitness Studios – die wir über unseren programmatischen Marktplatz natürlich auch alle mit auf die Reise nehmen können, was speziell kleineren Anbietern eine gigantische Reichweitenexpansion ermöglicht. Guckt man sich aber die Welt mal an, sind wir alle in dynamischer Bewegung – in Städten und in Gebieten, die neu erschlossen werden.

Welche Zielgruppen treffen Sie dort?

Jablovski: Wir treffen dort mit unseren mobilen Displays genau die 60 Prozent, die sonst gar nicht oder nur sehr punktuell erreicht werden können. Und hier rede ich zunächst nur über die Werbebotschaften auf den Displays und noch nicht über den Real Time Data-Ansatz, der in Zukunft immer wichtiger werden wird. Eine megaspannende Thematik und einer der Treiber, weshalb wir mit UZE mit so viel Leidenschaft dabei sind. We will move the world smarter.

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